Medizinische Informationen

 Klassische Homöopathie
   Die Klassische Homöopathie ist die Wissenschaft und Kunst des Heilens! Der Homöopath behandelt den kranken Menschen und nicht die Krankheit des Menschen. Hahnemann der Begründer der Klassischen Homöopathie erläuterte
In seinem Buch »Organon der Heilkunst« im §1:

»Des Arztes höchster und einziger Beruf ist, kranke Menschen gesund zu machen, was man Heilen nennt«.

Er spricht hier darüber den Kranken und nicht seine Krankheit zu behandeln. Wann immer der Klassische Homöopath also einen Patienten mit einem Hautausschlag, Gelenkrheumatismus, Magen-Darm-Leiden, Husten oder Bluthochdruck behandelt, wird er daran denken, dass diese Krankheitsnamen lediglich eine diagnostische Hilfe darstellen und bestimmte Symptome definieren. Er wird sich bemühen die zugrunde liegenden Ursachen zu behandeln und nicht beispielsweise die Ausschläge, die Schmerzen in den Gelenken oder am Magen-Darm, den Husten oder den Bluthochdruck zum Verschwinden zu bringen.
   Das Grundprinzip der Homöopathie liegt darin, dem erkrankten Organismus die benötigte Information zur Heilung zu vermitteln. Die homöopathische Arznei begleitet und unterstützt den Menschen dabei in besonderer Weise auf der geistigen und emotionalen Ebene. Die Selbstheilungskräfte werden geweckt, während gleichzeitig Abwehrkraft und Eigenregulation des Körpers angeregt werden - letztendlich kann die Krankheit dadurch geheilt werden. In diesem Sinne verstehen wir die Homöopathie als »Hilfe zur Selbsthilfe«.
   Die Homöopathie ist heutzutage weit über die Erde verbreitet. Ihre Lehre wird allerdings – und das klingt merkwürdig – von Niemandem so verfälscht wie von den eigenen Anhängern. Aus Gründen der Zeitersparnis oder aus mangelndem Wissen heraus werden Kuren verschrieben, oft mit mehreren homöopathischen Arzneien gleichzeitig (Komplexhomöopathie), die bei jedem Patienten nach dem gleichen Schema angewendet werden. Diese Vorgehensweise widerspricht dem Grundsatz der Klassischen Homöopathie, da sie ihre Individualität außer Acht lässt. Der erkrankte Mensch benötigt nicht nur eine individuell angepasste Behandlung sondern auch eine angemessene Begleitung und Betreuung unter der Berücksichtigung seiner Lebenssituation.
   Die homöopathische Fallaufnahme, die Anamnese (griechisch ana = »zurück zu« und mnesis= »Erinnerung, Gedächtnis«; die Vorgeschichte einer Krankheit nach Angaben des Erkrankten), ist die gründlichste Form der medizinischen Behandlung. Es gibt nur wenige medizinische Herangehensweisen, die so sorgfältig und eingehend den Menschen als Ganzes behandelt, von der bei einer Akupunkturbehandlung nach den Regeln der Traditionellen Chinesischen Medizin einmal abgesehen. Des Öfteren beobachten wir, dass bereits eine sorgfältig vorgenommene Anamnese mit einer tiefen Erfahrung von Heilung verbunden sein kann, denn die umfangreichen Fragen an den Patienten betreffen alle seine Lebensbereiche (siehe Therapeutisches Gespräch). Am Ende der ersten Befragung empfindet sich mancher Patient daher zum ersten Mal als ganze Person, bei der alle Facetten – wie lose auch immer – miteinander verbunden werden konnten.
   Die Anamnese hilft dem Patienten, sich bewusst zu werden, wie und wodurch er krank wurde. Er kann lernen und begreifen welche Rolle er dabei spielt, wenn der Stress beispielsweise in seinem Leben überhand genommen hat. Durch das passende Arzneimittel wird sein Organismus in die Lage versetzt, wacher und umsichtiger mit seiner bisherigen Lebenssituation umzugehen. Hierdurch kann ein Heilungsprozess eingeleitet, aber auch Gesundheit auf Dauer gefördert werden. Unserer Erfahrung nach ist die Klassische Homöopathie ein erstaunliches Werkzeug die Vitalität eines erkrankten Menschen zu stimulieren und ihm Impulse zur »Bewusst-Werdung« zu vermitteln.
   Die Klassische Homöopathie ist die einzige medizinische Disziplin, die in der Lage ist, die Anfälligkeit für chronische Erkrankungen, bedingt durch angeborene Schwächen aufzuhalten. Hauterkrankungen z.B. Ekzeme, Neurodermitis oder chronische Erkrankungen der Nasen-Nebenhöhlen, der Bronchien, die Übersäuerung eines empfindlichen Magen-Darm-Systems, Harnwegsinfekte oder Knochenschmerzen sind hier anzuführen.
  
Intoleranzen, Empfindlichkeiten und Änderungen im Bereich des Willens und Intellekts sind häufig die Ursachen von Bluthochdruck, Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen und rheumatoider Arthritis. Der erfahrene Anwender, der die Wissenschaft der Klassischen Homöopathie zu nutzen weiß, wird selbst bei derartig schwierigen Behandlungen durch das auffinden des Similimum1, -den Verlauf der Erkrankung zur Heilung führen können.Die Klassische Homöopathie kann selbst die Anlage zu erblichen Krankheiten wie Mongolismus oder einer familiären Disposition zu Geisteskrankheiten beheben, wenn rechtzeitig mit der Therapie begonnen wird. Es ist zu empfehlen, so früh wie möglich die Homöopathie zu Rate zu ziehen, um Erbanlagen und Gendefekte generell auch bei weniger schwerwiegenden Krankheiten und Familienbedingten Schwächen durch eine homöopathische Konstitutionsbehandlung2 günstig zu beeinflussen. Es ist deshalb so wichtig, dass wir anfangen, schon unsere Kinder human und umsichtig zu behandeln. Wir haben mit der Klassischen Homöopathie eine Heilmethode in der Hand, die es uns ermöglicht, die Gesundheit wiederherzustellen und schwere Krankheiten zu verhindern und zu heilen. Ausführliche Informationen dazu, siehe Broschüre: Klassische Homöopathie.

Blüten- und Pflanzentherapie
   
Die äußere Natur versorgt uns uneingeschränkt mit Informationen, um in Kontakt mit unserem inneren Heiler, eigenständig und selbstverantwortlich zu handeln. Die Blüten- und Pflanzentherapie ist eine natürliche und sanfte Medizin, die unseren Organismus in seinem Heilstreben unterstützt. Da beide Therapieverfahren die Selbstheilungskräfte aktivieren, werden sie auch zur Prävention (Gesunderhaltung) eingesetzt.


Therapeutisches Gespräch
   
Das therapeutisch geführte Gespräch eröffnet die Möglichkeit »unbewusste Probleme« in körperlichen, seelischen und geistigen Bereichen bewusst werden zu lassen.
   
Belastende Erfahrungen können verarbeitet werden, indem wir uns »aussprechen«. Das Erlebte kann so aus einer neuen Perspektive und zeitlichen Distanz betrachtet werden. Die Auseinandersetzung mit den eigenen Vermeidungsstrategien in uns selbst, kann den entscheidenden Schritt in Richtung Heilung bedeuten.
   Im Allgemeinen ist das therapeutische Gespräch dem Menschen zu empfehlen, der nicht nur innere Konflikte lösen, sondern sich persönlich erfahren möchte und sein Bewusstsein in verschiedene Richtungen ausloten will. Dabei spielt die Umsetzung der angestrebten »Selbstverwirklichung« für das eigene Wohlbefinden eine große Rolle.

Strukturelle Osteopathie und Chiropraktik
   
Der Mensch lebt als Ganzes, »Leben ist Bewegung«. Die Beweglichkeit aller Knochen, der Nerven der Muskeln und Organe ist die Voraussetzung dafür, dass jeder Vorgang im Körper problemlos ablaufen kann. Kleinste Verletzungen oder Verspannungen schränken unsere Beweglichkeit ein und stören die natürliche Harmonie des Organismus. Aufgabe der Osteopathie und Chiropraktik liegt in der gezielten Wiederherstellung der ganzheitlichen Bewegungsdynamik des Körpers.

Medizinische Massagen
   
Massage ist die älteste und wohl zugänglichste aller medizinischen Behandlungsmethoden. In den traditionellen Kulturen ist es selbstverständlich, dass regelmäßige Massagen von Menschen jeden Alters genutzt werden.
   
Massage kann unsere Spannungen lindern, Kopfschmerzen beseitigen, schmerzende Muskeln lockern aber auch Schlaflosigkeit beheben. Intelligente sowie gefühlvolle Massagen können einen Heilungsprozess in Gang setzen, indem sie dem Menschen ein Gefühl für das eigene Wohlbefinden vermittelt. Die physikalische Therapie kann häufig in den Fällen noch helfen, wo die moderne Medizin bereits aufgegeben hat. Sie unterstützt den Heilungsprozess bei chronischen Krankheiten und ist die ideale Gesundheitsvorsorge, für jeden der sich gerne berühren lässt.

Klassische Teil- und Vollmassagen
   
Fuß- und Handreflexzonen Massage
   
Entspannungsmassage

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1Similimum: lat.: similis oder similius = »ähnlich«. Ein homöopathisches Arzneimittel, das zur Gesamtsymptomatik des Patienten passt, einschließlich seiner Geistes -und Gemütssphäre. Es besitzt die Kraft die Krankheit vollständig zu heilen. Similie: Ein Arzneimittel dessen Arzneisymptomatik dem Beschwerdebild des Patienten teilweise ähnlich ist und zur Besserung der Beschwerden beitragen kann. (zurück)
2Konstitution: Jedes Lebewesen ist eine Ganzheit, ein Individuum. Der Mensch hat seine eigene Erscheinungsform und Reaktionsart, eine ihm spezifisch seelisch-geistige Verfassung, die man medizinisch Konstitution nennt. Aussehen, Haltung und Verhalten, Ausstrahlung wie Mimik und Gestik, Sprache und Stimme, Weinen und Lachen sind spontane Spiegelungen der inneren Verfassung. Sie gestalten die »Körpersprache« als Instrumentarium der Seele. Sie formen das Temperament, die Charaktere und die Veranlagung als Ausgangspunkt und die Ursachen für die Krankheitsbereitschaft eines Menschen. Die medizinisch- wissenschaftliche »Voraussage« über einen Krankheitsprozess wird für den ganzheitlich arbeitenden Therapeuten dadurch erst möglich. Die Konstitution setzt sich aus angeborenen, (Diathese) und erworbenen Strukturen, (einem teilweise unbewussten oder bewusst erlebten Verhalten) zusammen. (zurück)




Traditionelle Methoden der Chinesischen Medizin
   
Die chinesische Medizin entwickelte sich vor ca. 2300 Jahren aus dem Taoismus3.
Die frühesten wissenschaftlichen Aufzeichnungen über Akupunktur und Moxibustion4 werden auf das zweite Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung datiert. Die Akupunktur ist in China nur ein kleiner Teil einer umfassenden Behandlungsstrategie der Traditionellen Chinesischen Medizin. Das Wissen dieser Medizin, die den Menschen als Einheit von Körper, Seele und Geist behadelte, kann auf eine Tradition bis auf die Grundschriften des »NEIJING«, des gelben Kaisers Huangdi Neijing (2704-2600 v. Chr.) zurückverfolgt werden. So alt diese Erkenntnisse sind, entfalten sie gerade in der heutigen Zeit - wo eine kalte Gerätemedizin regiert - ihre vollendete Lebendigkeit und Präsens.
   Der Taoismus vertritt den Grundgedanken, dass alles im Universum miteinander in Verbindung steht. Das TAO lässt das Zusammenwirken zwischen Mensch und Umwelt erkennen und ist darauf gerichtet die Interaktion und den Sinn dieser Wechselwirkungen zu verstehen. Die Gelehrten betrachteten den Patienten nicht nur im Blickwinkel seiner Erkrankung, sondern sie versuchten das ganze Umfeld des Patienten mitzuerfassen. Die alten Weisen waren sich über die unzertrennliche Einheit der Natur zwischen Körper, Seele und Geist beim Menschen (im Kleinen) bewusst und erforschten deren unmittelbare Verbundenheit mit der äußeren Natur und dem Kosmos (im Großen). Sie sprachen vom Gesetzt des Goldenen Schnitts: »Wie Innen so Außen«, »Wie im Kleinen so im Groß«. Sie erkannten, dass der Mensch die äußere Welt als ein Spiegelbild seines inneren Bewusstseins wahrnimmt.
   Die Begriffe »Yin und Yang«, »Fünf-Elementen-Lehre« und »Ch′i« (QI) entstammen dieser Philosophie. Erklärungen der einzelnen Begriffe siehe Erlebnistage 2007: Ausarbeitung Feuerzyklus.
   Innerhalb der Medizin werden diese Begriffe auch heute noch zum beschreiben der Krankheitszustände benutzt. Nur das Gleichgewicht zwischen den Fünf-Elementen und zwischen Yin und Yang, lässt das Ch′i - die Lebensenergie - frei fließen und garantiert Gesundheit.
   Der Therapeut der nach den Grundregeln der Traditionellen Chinesischen Medizin arbeitet, nutzt seine Erfahrungen um mit den erlernten diagnostischen Hilfsmethoden, wie der Puls-, Zungen- und Körperdiagnose, ein individuelles Behandlungsverfahren zum Wohle für den Patienten und nicht gegen die Symptome der Krankheit zu erstellen.

   Zitat aus dem NEIJING: Da die Energie des Menschen mit der des Himmels und der Erde korrespondiert, gibt uns Beispielsweise ein „dynamischer″ oder „flacher″ Puls Aufschluss über „Fülle″ und ″Leere″ im Blut sowie der allgemeinen Körperenergie. Im Falle von Störungen dieser Art ist es wichtig zu wissen, wann und mit welchen Naturheilmitteln behandelt wird. (zurück)

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3Taoismus aus chinesisch TAO »Der Weg« / »Einsicht, (Urgrund des Seins, Vernunft)«: »Einordnung in die Harmonie des Universums«. Das TAO spiegelt den Grundbegriff der lebendigen Lebensphilosophie aus dem alten China wieder (ca. 5000 Jahre alt), auf dessen Gedankengebäude die spätere wissenschaftliche Medizin gründete. (zurück)
4Moxibustionist das Abbrennen von »Moxa« (getrockneter Beifuß lateinisch Artemisia vulgaris) auf Akupunkturpunkten. Es ist eine spezielle Wärmebehandlung bei Erkrankungen die durch Kälte und Feuchtigkeit und durch Zustände der Energieleere (Mangel an Ch′i) entstanden sind.
(zurück)




Energetische Körperarbeit
   
Die Körperarbeit verbindet jahrtausende alte Erfahrungen der traditionellen Akupressur mit klassisch medizinischen Massagetechniken. Das Verfahren beinhaltet außer der Körperdiagnose, der tiefgehenden Bindegewebsmassage und Gelenkmobilisation - spezifische Atem- und Entspannungstechniken sowie Stimm-, Ausdrucks- und Bewegungsarbeit. Darüber hinaus beeinflusst sie aber auch nachhaltig die professionelle psychotherapeutische Praxis. Siehe Broschüre: Körperarbeit.

Akupunktur
   
Akupunktur ist eine der ältesten und wirksamsten Behandlungsverfahren, um das energetische Potential der Funktionskreisläufe des Körpers zu regulieren. Sie eignet sich besonders gut zur Schmerztherapie und zur Suchtbehandlung.

Akupressur
   
Kräftigung des Energieflusses innerhalb des Meridiansystems.

Meridian Massage
   
Wiederherstellung der Balance von körpereigener Energie.

Chie Nei Tsang Massage
   
Spezielle Massage zur Verbesserung der Koordination einzelner Organsysteme und Aktivierung der Organenergie.

Shiatsu (japanisch)
   
Anregung der Selbstheilungskräfte durch sanfte Druck- und Dehnmassage.


Diagnoseverfahren
   
Ausschlaggebend für eine erfolgreiche Behandlung ist eine effektive, medizinische Diagnostik. Sie gliedert sich in einen psychologischen, pathologischen und einen energetischen Bereich.
   Die psychologische Diagnostik zeigt welche kreativen Möglichkeiten in unserem Inneren angesiedelt sind. Sie veranschaulicht berufliche und persönliche Fähigkeiten, Neigungen, Gaben und Talente und klärt uns über unsere verschieden Charakterstrukturen, Verhaltensweisen sowie unsere inneren Wesenszüge auf.
   Die pathologische Diagnostik erleichtert das Erkennen und Verstehen (und damit auch das Behandeln von Erkrankungen) von Konstitution, Disposition, Krankheitsursachen und gestörten Organfunktionen. Siehe Broschüre: Gesundheit und Krankheit im Spiegel der Zeit.
   
Die energetische Diagnostik untersucht den Energiefluss der einzelnen Meridiane5
in unserem Körper. Sie veranschaulicht die psychische Vernetzung unserer Gefühle und deren äußeren körperlichen Manifestationen.
   Die Kombination dieser Diagnosetechniken bietet innerhalb unserer Praxisarbeit die Grundlage für ein ganzheitliches Therapiekonzept ohne aufwendige Technik und Apparaturen.

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5Meridian oder Leitbahn geht zurück auf den chinesischen Begriff jing mo. Jing bedeutet soviel wie »leiten, transportieren, fortleiten«, mo »pulsieren«. Eine fortgeleitete Pulsation erinnert an den klassischen westlichen Begriff der Arterie und entspricht ihrer sinnlichen Beschreibung als Schlagader. Da der Begriff der Arterie wissenschaftlich besetzt ist, benennt man dieses chinesische Bild eines fortgeleiteten, energetischen, pulsierenden Prozesses mit »chinesische Arterie« = sin arteria, im Deutschen: Leitbahn oder Energieverlaufsbahn, eine Energie führende Struktur. Das gesamte Leitbahnsystem entspricht einem komplexen Netzwerk miteinander verbundener Bahnen oder Kanäle – den sog. Meridianen – die sich durch verschiedene Muskeln und Gewebe sowie Nerven-, Blut-, Hormon-, Lymph- und Organsysteme ziehen. (zurück)




Beispiele für die Energiearbeit an den Hauptmeridianen

Konzeptionsgefäß
   
Die Bahn dieses Meridians verläuft an der Vorderseite unseres Körpers entlang. Die hier vom Kopf hinunter bis ins Becken abwärts fließende Energie, stellt die natürliche Körperenergie unserer »frontalen Persönlichkeit« dar. Im Verlauf dieses Hauptmeridians und in seiner Wirkungsweise werden nicht nur die physiologischen Funktionen, sondern die mit ihnen in enger Verbindung stehenden Gefühle und Emotionen, die in Brust, Bauch und Becken wohnen, transportiert. Durch seine umfassende Bedeutung wird er auch als Gefäß des Vertrauens, als Gefäß der Offenheit und Empfänglichkeit und als Gefäß der Hingabe verstanden. Durch Akupressur und Massage sowie der Arbeit an einzelnen Meridianpunkten (Akupunkturpunkte) im Verlauf dieser Energiebahn, werden Gefühle und Empfindungen bewusst gemacht, die für gewöhnlich unter der Oberfläche des Erlebens verborgen sind.
   
Die Energiearbeit am Unterbauch gibt Kraft und fördert die Leistungsfähigkeit, sie weckt die Lebenslust, man fühlt sich weich und empfänglich, vertrauensvoll und offen. Einige Meridianpunkte in diesem Bereich stärken die Eigenständigkeit, das Selbstvertrauen und die sexuelle Lust. Die meisten Punkte am Unterbauch helfen bei Bauchweh, Regelbeschwerden, Geschlechtskälte, vorzeitigem Samenerguss und Energiemangel.    
   Akupressur und Massage des Oberbauches stärken den Sinn für die Wirklichkeit, sie entfalten das ICH, festigen den Willen und die Selbstdurchsetzung. Man fühlt sich zentriert und kann sich wieder besser konzentrieren, man empfindet Schutz und Geborgenheit, Zuversicht und Frohsinn. Wie auch durch einige Nieren- und Magen- Meridianpunkte am Oberbauch kommt man mitunter mit den unbewussten Seiten der eigenen Persönlichkeit in Kontakt. Die Massage der meisten Meridianpunkte am Oberbauch helfen bei Appetitlosigkeit und Völlegefühl, bei Magenschmerzen und Brechreiz.
   
Die Energiearbeit an den Meridianpunkten der Brust vertiefen die Atmung und machen Gefühle des Herzens und der Lunge bewusst: Einsamkeit, Beengung, Ängstlichkeit und Nervosität aber auch Liebe, Freude und Begeisterung können geweckt und bewusst gemacht werden.
   
Beim Durcharbeiten mancher Meridianpunkte spürt der/die KlientIn Unbeschwertheit, Freiheit und Weite, andere Punkte stärken das Bedürfnis, sich mitzuteilen, auszudrücken, sich etwas von der Seele zu reden. Die meisten Punkte dieser Region helfen bei Herzschmerzen, Atembeschwerden und Husten.
   
Das Arbeiten an spezifischen Punkten in der Halsregion und am Unterkiefer lösen Heiserkeit, Halsweh und Schluckbeschwerden. Die Energiearbeit in diesem Segmentbereich fördert den Ausdruck von Gedanken und Gefühlen, sie kann Menschen helfen die unter Sprachfehlern wie Stammeln und Stottern leiden.

Gouverneur- oder Lenkergefäß
   
Das Gouverneur- oder Lenkergefäß ist der zweite, an unserem Rücken gelegene Hauptmeridian. Hier fließt die Energie vom Becken die Wirbelsäule entlang, hinauf zum Kopf, er steht in engster Verbindung mit unserem Zentralen Nervensystems und zirkuliert die Ancestrale Energie6. Massage und Akupunktur dieses Meridians sowie die Energiearbeit an speziellen Meridianpunkten aktiviert den Geist und stärkt die Willenskraft. Nach der Behandlung fühlt man sich Energie geladen und wach.
   Akupressur und Massage an den Meridianpunkten im vorderen Kopfbereich wirken reinigend auf die Schleimhäute der Nase und der Nebenhöhlen und erhöhen die Bewusstseinshelligkeit, sie machen die Sinne - vor allem Augen, Nase und Ohren hellwach - sie wecken Klarheit, Instinkt und Konzentration.
   Die Meridianpunkte im Nacken- und Kopfbereich haben neben ihrer schmerzlindernden Wirkung bei Kopf- und Nackenschmerzen, vielfältige psychische Wirkungen. Hier werden Kommunikationsprobleme wie übergroße Schüchternheit, Unsicherheit und mangelnde Fähigkeit, den eigenen Regungen angemessen Ausdruck zu verleihen, ermutigt und geöffnet.
   Viele »Gouverneurspunkte« im Kopfbereich sowie dem mittleren Rücken stehen mit dem Leber- und Gallenblasen-Meridian in Verbindung und regen unser bildliches Vorstellungsvermögen an, sie stärken die Koordination von zielorientiertem und strategischem Denken. Im Zusammenhang mit der Massage des Blasen-Meridians entspannt sich der gesamte Rücken. Nacken-, Rücken- und Kreuzschmerzen werden gelindert oder verschwinden vollständig.
    Wie auch die Meridianpunkte im Kreuzbein- und Lendenbereich wirken die Punkte im mittleren und oberen Rücken segmental auf die zugehörigen inneren Organe und ihre entsprechenden geistigen Haltungen, Erlebnisse und Gefühle.
   Der erkrankte Mensch erfährt durch eine sanfte, gezielte und individuelle Behandlungsmethode wie seine Selbstheilungskräfte aktiviert werden und er auf natürliche Weise seine Gesundheit wiedererlangen kann. Er lernt darüber hinaus auf einfache und verständliche Art mit der Lebensenergie seines Organismus in Zukunft im Gleichgewicht zu haushalten. Wie der Ratsuchende, der durch Übernahme von Eigenverantwortung und durch Körperarbeit seine Gesundheit unterstützen, fördern und letztendlich erhalten möchte, kann der Erkrankte zu seinem Körperbewusstsein zurückfinden und die Notwendigkeit dieser Tatsachen wieder entdecken um gesund zu werden. (zurück)
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6Ancestrale Energie ist die Qualität und Quantität der verschiedenen Energien, die wir von unseren Eltern und der langen Reihe von Vorfahren geerbt haben; sie wirkt wie ein Katalysator, der sich langsam im Laufe des Lebens, besonders bei exzessivem Lebenswandel und schweren Krankheitsprozessen rasch verbraucht. Der Aufbewahrungsort dieser Energie ist die Niere. (zurück)



Wasser TAO
   Die therapeutische Arbeit im Wasser bietet unbegrenzte Möglichkeiten, da dieses Medium durch seine Tragfähigkeit (Gefühl der Schwerelosigkeit) ungeahnte Bewegungsabläufe erlaubt. Durch die oben bereits erwähnten Kombinationen der Körperarbeit lassen sich Blockaden auf sehr angenehme und sanfte Weise lösen und führen mit Leichtigkeit zur Tiefenentspannung.
   
Im 34º C warmen Bewegungsbad erfährt unser Körper durch einfühlsames Getragenwerden Schwerelosigkeit und Ruhe, eine ganzheitliche Harmonisierung und Vitalisierung. Durch gefühlvolle und rhythmische Bewegungen wird unser Körper geschmeidig und kann Geborgenheit und primäres Urvertrauen wieder erleben, siehe Broschüre: Wasser TAO und Gruppenarbeit im Körperwarmen Wasser: Erlebnistage 2007.